Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Bibelausstellung in der ULB

Ich bin überzeugt, dass die Bibel immer schöner wird, je mehr man sie versteht,...(Johann Wolfgang von Goethe)

Luthers  Bibelübersetzung prägte die deutsche Sprache, sein Bibelverständnis sorgte aber auch unter den Theologen für heftige Diskussionen. Mit der Reformation setzte sich der Gedanke durch, dass jeder Christ, auch ein Laie sich unmittelbar mit dem Text der Bibel vertraut machen soll. Für die Bibelübersetzung und -verbreitung begann damit ein neues Zeitalter.
Die Luther-Übersetzung der biblischen Urtexte ins Deutsche war nicht die einzige, jedoch die bedeutendste und erfolgreichste Übertragung. Von den 18 vorlutherischen deutschen Bibeln erreichte keine so weite Verbreitung. Erst Martin Luthers Septembertestament von 1522 löste einen Boom des Bibeldrucks aus. Luthers einprägsamen Sprachbilder und sein Bestreben nach einer `Volkssprache` für die Übersetzung führten zur verbreiteten Akzeptanz seiner Bibelausgabe. Seine Gegner wie Hieronymus Emser lehnten zwar Luthers Wortschöpfungen ab, ihre eigenen Übersetzung gespickt mit Seitenhieben gegen die Lutherübersetzung, basierten jedoch auf den Übertragungen Luthers. Beispiele anderer, auch alternativer Übersetzungsversuche des 15. - 18. Jahrhunderts, sowohl von evangelischen Gelehrten als auch von katholischer Seite werden in einer Vitrinenausstellung der Universitäts- und Landesbibliothek vorgestellt.

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