Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Fachinformationsdienst Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien

Förderer: Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

Förderumfang: Personal- und Sachmittel

Projektlaufzeit: 2016 - 2018

Projektbeschreibung: Das von der DFG geförderte Projekt „Fachinformationsdienst (FID) Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien“ löst das bis 2015 an der ULB Sachsen-Anhalt geführte Sondersammelgebiet Vorderer Orient einschl. Nordafrika    ab. Mit DFG-Erwerbungsmitteln waren bis 1997 an der UB Tübingen und ab 1998 in Halle Materialien zu den Schwerpunkten Nahost- und Islamwissenschaften gesammelt worden.

Der FID setzt die systematische Erwerbung schwer zugänglicher Veröffentlichungen aus den Ländern und überwiegend in den Sprachen der sog. MENA-Region fort und nimmt dabei auch eine Archivierungsfunktion für dieses hochspezialisierte Quellenmaterial wahr. Somit wird sichergestellt, daß Primär- und Sekundärliteratur aus der Region zeitnah zu ihrem Erscheinen erworben und der Forschung dauerhaft zur Verfügung gestellt werden kann.

Das Angebot des FID Nahost-, Nordafrika- und Islamstudien richtet sich dabei insbesondere an folgende Fachrichtungen:

  • Islamwissenschaft/Islamkunde (bekenntnisneutral) sowie Islamische Theologie (bekenntnisorientiert)
  • Nahoststudien (Geschichte, Politik und Sozialwissenschaften der MENA-Region)
  • Arabistik und Semitistik, Iranistik, Osmanistik/Türkeiforschung sowie Turkologie (soweit
    islamische Turkvölker betroffen sind)
  • Armenologie, Kaukasiologie, Christlicher Osten (orientalisches Christentum)

Erwerbungswünsche aus der Fachwissenschaft hinsichtlich spezieller Literatur aus der MENA-Region werden gerne geprüft und nach Möglichkeit im Rahmen des FID-Auftrages auch umgesetzt.

Über die Virtuelle Fachbibliothek MENALIB    steht dem FID ein Nachweis- und Rechercheinstrument zur Verfügung, das Zugang zu fachrelevanten Beständen gedruckter wie elektronischer Natur gewährt. MENALIB liefert zudem Informationen über laufende Veranstaltungen und
Digital Humanities-Projekte und plant in der Projektlaufzeit fachspezifische Suchanfragen in verteilten Spezialbeständen zu realisieren.

Vorgesehen ist ebenso ein konsequenter Ausbau des Angebotes an Open Access Publikationen über das FID-eigene Fachrepositorium MENAdoc . So werden in Absprache mit dem Orient-Institut Beirut und dem Orient-Institut Istanbul mehrere Publikationsreihen der Institute auf MENAdoc veröffentlicht. Zudem wird MENAdoc durch einen Publikationsserver für die Islam- und Nahostwissenschaft ergänzt, der es Fachvertretern ermöglichen soll, eigene forschungsrelevante Beiträge Open Access zu publizieren. Auf diese Weise kann die Sichtbarkeit der deutschen Nahost- und Islamforschung international erhöht werden.

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