Startseite » Recherche » Sammlungen » Urkunden
Über die Sammlung
Die 250 Urkunden aus der Ponickau-Bibliothek stammen überwiegend aus dem Spätmittelalter und der frühen Neuzeit. Etwa die Hälfte sind Pergamenturkunden, oft sind selbst die Siegel erhalten. Es handelt sich in der Regel um Urkunden aus dem mitteldeutschen Raum zu den verschiedensten Rechtsbelangen vom Fehdebrief bis zum Schuldschein.
Von den 280 Stücken des Thüringisch-Sächsischen Geschichtsvereins stammen über ein Drittel aus dem Mittelalter. Zahlreiche Urkunden beziehen sich auf die Klöster St. Nicolai in Halberstadt und St. Georg in Kelbra. Neben Originalurkunden sind in dieser Teilsammlung auch vereinzelt Faksimiles und spätere Kopien wie beispielsweise eigenhändige Abschriften des Johann Christoph von Dreyhaupt (1699-1768) zu finden.
Der größte und überregional bedeutendste Teil der Urkundensammlung stellt die etwa 3651 handschriftliche und 418 gedruckte Stücke umfassende Urkundensammlung Carlo Morbios dar. Dabei handelt es sich um Dokumente aus der Zeit vom 10. bis zum 19. Jahrhundert, die für oberitalienische Empfänger ausgestellt wurden. Neben Herrscher- und Papsturkunden enthält diese Teilsammlung zahlreiche Urkunden kirchlicher und weltlicher Herren sowie über 2000 Notariatsurkunden. Es handelt sich um den größten Urkundenbestand zur Geschichte Oberitaliens nördlich der Alpen. Erworben wurde er 1889 auf einer Auktion im Auftrag des preußischen Unterrichtsministeriums und 1890 der UB in Halle zugewiesen. Die Sammlung wurde im Rahmen eines 2024 abgeschlossenen Projektes vollständig digitalisiert.
Recherche
Die Urkunden des Thüringisch-Sächsischen Geschichtsvereins und der Ponickauschen Bibliothek sind im handschriftlichen Realkatalog nachgewiesen (ab Blatt 179).
Für weitere Anfragen wenden Sie sich an: historische-sammlungen@bibliothek.uni-halle.de.
Die Urkunden der Sammlung Morbio und ihre Digitalisate sind im K10plus nachgewiesen und über Ha:Lit. recherchierbar. Sie sind zudem im Urkundenportal Monasterium recherchierbar.