Suche
Close this search box.

Sammlung

von Alvenslebensche Bibliothek

Mit einem derzeitigen Bestand von etwa 6000 Bänden und über 13.000 Titeln gilt die Alvenslebensche Bibliothek als eine der bedeutendsten Privatbibliotheken in Deutschland, die in der Renaissancezeit begründet wurden. Sie geht in ihrem Kern auf die Büchersammlung des Humanisten und Reformators Joachim I. von Alvensleben (1514-1588) zurück.

Über die Sammlung

Aus den theologischen und kirchenhistorischen Büchern wurde die sogenannte Kapellenbibliothek gebildet. Ihr Bestand wurde von Gebhard XXI. von Alvensleben-Erxleben I (1556-1624) und seinen Nachkommen weiter vermehrt und umfasste schließlich etwa 2100 Bände. 1936 teilten die Familienzweige Erxleben I und II die Bücher unter sich auf. Etwa 900 Bücher gelangten in die Bibliothek von Erxleben II, 1200 nach Erxleben I. Letztere sind in den Nachkriegswirren überwiegend verloren gegangen, nur etwa 450 Bücher wurden wiedergefunden und der Familie restituiert.

Die übrigen Bücher bildeten die Privatbibliothek von Joachim I. von Alvensleben (Erxleben II), die spätere Lehnsbibliothek, die er und seine Nachfahren weiter vermehrten. 1709 wurde die Sammlung auf Wunsch Johann Friedrichs II. von Alvensleben (1657-1728) in sein neu erbautes Schloss Hundisburg gebracht. Als Schloss und Gut Hundisburg 1811 der Familie verloren gingen, gelangte die Bibliothek wieder nach Erxleben II. Dort erhielt sie 1905 ein eigenes Bibliotheksgebäude.

 

Im Juni 1945 wurden etwa 4650 Bände der Lehnsbibliothek und 900 Bände der Kapellenbibliothek nach Niedersachsen evakuiert. Seit 1976 als Leihgabe in der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel verwahrt, wurden sie 2012 in ihrer Heimatregion mit den erhaltenen Beständen der Kapellenbibliothek zusammengeführt.

Recherche

Bücher und Digitalisate

Die Titel der von Alvenslebenschen Bibliothek sind in Ha:Lit und OPAC recherchierbar.